Philipp-Reis-Museum

Der Erfinder des Telefons, Philipp Reis (1834 - 1874), gilt als größter Sohn der Stadt Friedrichsdorf. Im Haus Hugenottenstraße 93 lebte er ab 1858 mit seiner Familie, hier machte er seine bahnbrechende Erfindung und hier ist auch heute das Philipp-Reis- Museum untergebracht.

2004 wurde es von Grund auf neu gestaltet und vermittelt nun einen lebendigen Einblick in die Lebens- und Arbeitsumstände jenes Mannes, der zu Lebzeiten von der Fachwelt verkannt wurde und von seiner Entdeckung nie einen wirtschaftlichen Vorteil hatte. Aus einem geschnitzten Holzohr, einer Stricknadel, Kupferdraht und Galvanischen Zellen konstruierte er 1860 das erste Telefon. "Das Pferd frißt keinen Gurkensalat" lautete der erste ferngesprochene Testsatz, der an der Hörspielwand noch heute zu vernehmen ist.

Die Hugenotten und das blaue Wunder

Zu jenen Zeiten war der 700 Einwohner zählende Ort hugenottisch geprägt. Die Bevölkerung sprach Französisch und kam damals durch ihre besonderen Fertigkeiten in der Textilfabrikation zu Wohlstand. Diesem Aspekt widmet sich die Färberabteilung des Museums. Wer hier sein "blaues Wunder" erlebt hat, kann sich anderen interessanten Facetten der Friedrichsdorfer Geschichte zuwenden: der Vor- und Frühgeschichte, der Ansiedlung der Hugenotten, der Hutfabrikation oder dem einst weltbekannten Gebäck, dem "Friedrichsdorfer Zwieback", das Könige genauso schätzten wie Expeditionsteilnehmer. Wussten Sie schon, dass man in der Waidbrühe für ein intensiveres Farbergebnis den Urin von Männern beifügte, die zuvor Branntwein getrunken hatten? Daher stammt die Redewendung blau machen.

 

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